Kleine Entdeckungen

Platz für genesende Seelen

Der Name klingt zugegebenermaßen förmlich. Und irgendwie scheinen die Worte nicht so richtig zusammen zu passen: Interkultureller Garten Rosenduft. Doch der Zweck ist ungemein sinnvoll. Die Geschichte reicht nach Übersee: In New Yorker "Community Gardens" kümmern sich Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam um ein Stück Land. Auch in Berlin entstehen derartige Projekte. Dabei werden vor allem urbane Brach- und Freiflächen sowie Parks genutzt. Etwa auf dem Gleisdreieck in Kreuzberg.

Dieser Interkulturelle Garten des Vereins Südost Europa Kultur wurde anfangs speziell für traumatisierte Frauen aus Staaten des ehemaligen Jugoslawien gegründet. Die Möglichkeit, die Gärten nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können, hilft dabei, in Deutschland Wurzeln zu schlagen. Bei der gemeinsamen Planung, wie denn das Grün nun zukünftig aussehen soll, kommt man sich näher. Mittlerweile wirken Frauen unterschiedlicher Nationalitäten mit. Auf 2000 Quadratmetern finden Besucher, Anwohner und Interessenten eine kleine Oase mit blühenden Beeten, Bäumen, Sträuchern, Ruhebereichen. Und natürlich auch ein paar Rosen.