Ausflugs-Tipp

Ein Ausflug rund um die Krumme Lanke

| Lesedauer: 2 Minuten

Am U-Bahnhof Krumme Lanke endet die U-Bahn-Linie 3 in einem Tunnel-Stumpf unter der Fischerhüttenstraße.

Das Bahnhofsgebäude gilt als eines der elegantesten Berlins und entstand Ende der 20er-Jahre nach Entwürfen von Alfred Grenander (1863-1931), nach dem seit zwei Jahren der Vorplatz benannt ist.

Der gebürtige Schwede studierte an der Technischen Universität Berlin Architektur und wurde im Jahr 1900 Chefarchitekt der Berliner Hoch- und Untergrundbahn. Er verantwortete den Bau und die Gestaltung von rund 70 U-Bahnhöfen. Anfänglich orientierte er sich am Jugendstil, später wandte er sich der Moderne zu. Mit seinen Bauten prägte er maßgeblich das Berliner Stadtbild.

Aus dem Bahnhof kommend gehen wir den der Weg rechts über die stark befahrene Argentinische Allee in nordwestlicher Richtung in die Fischerhüttenstraße. An der Ecke liegt das Krankenhaus Waldfriede auf einem parkähnlich gestalteten Grundstück. Die Klinik mit 170 Betten feierte im Jahr 2010 90-jähriges Bestehen. Träger ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Mit chirurgischen Spezialisierungen, einer großen Geburtsstation sowie zahlreichen medizinischen und sozialen Zusatzangeboten ist das "Waldfriede" ein bedeutender medizinischer Standort für ganz Berlin.

Die Fischerhüttenstraße ist in diesem Bereich eine ruhige Wohnstraße mit wenig Verkehr und großzügigen, gepflegten Eigenheimen. Nach etwa zehn Minuten ist der Grunewald erreicht. Rechts beginnt nun für uns der 2,5 Kilometer lange Rundweg um die Krumme Lanke. Der Weg ist teils geteert, teils gepflastert und besteht auf dem Rest der Strecke aus festem Waldboden. Unterwegs sind hier meist Jogger, Familien und auch Hundebesitzer mit ihren Tieren (ein Teil des Uferbereichs ist Hundeauslaufgebiet). Da das Ufer mitunter stark abfällt, schlängelt sich der Weg kontinuierlich auf und ab. Nach der Umrundung des Sees gehen wir durch den Elvirasteig Richtung Süden und nach einigen Metern links in die Schillerstraße, die in den parkähnlich gestalteten Erdmann-Gräser-Steig übergeht und den Waldsee quert, der aus einem ausgebaggerten Fenn künstlich geschaffen wurde.

Zurück auf der Argentinischen Allee befindet sich linkerhand ein bedeutender kultureller Standort mit dem Haus der Jugend (HdJ) und dem benachbarten Haus am Waldsee. Tanz, Musik sowie Schauspiel für Kinder und Jugendliche sind die Angebotsschwerpunkte des HdJ. Das benachbarte Haus am Waldsee widmet sich mit Austellungen der modernen Gegenwartskunst. Von hier aus ist es nicht weit zum U-Bahnhof, wo man an einem Imbiss, Café oder Restaurant noch eine Rast einlegen kann.