Kleine Entdeckungen

Eine romantische Insel für Verliebte

Aus Liebe zu seiner Gemahlin Königin Luise ließ Friedrich Wilhelm III. von Preußen sogar Wasserläufe verändern.

Er ließ die Spree in den Schlossgarten fließen, einen Karpfenteich füllen und eine Insel entstehen. So kam es, dass 1799 im barocken Schlossgarten in Charlottenburg westlich des Karpfenteiches ein romantisches "Eyland" die Parklandschaft bereicherte. Anfangs nur mit einer Fähre erreichbar, soll Luise auf der Südspitze der Insel ihren Lieblingsplatz auf einer schlichten Holzbank gehabt haben. Knapp 100 Jahre später, um 1883, war die Insel als solche nicht mehr erkennbar, trug aber da bereits den Namen "Luiseninsel".

Mit schwerem Baugerät ließ die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg die Insel 1989 in ihrer ursprünglichen Form wieder herstellen. Über eine Holzbrücke ist die Insel für Besucher zugänglich. Zwei Rundwege, Blumenbeete und Bänke laden die Gäste des Schlossgartens zu einem "Inseltrip" ein. Drei Skulpturen aus Bronze - die Luisenbüste, Amor und Venus - können ebenfalls besichtigt werden. Mit der Insel wollte Friedrich Wilhelm III. nicht an die tote Königin, sondern an seine geliebte Gemahlin inmitten der Natur erinnert werden. Ein romantischer Besuch, nicht nur für Verliebte.