Ausstellung

Berlinmacher 775 Berliner - ein Netzwerk

Installation, Module, Netzwerk: Das klingt zumindest ambitioniert.

Das Stadtmuseum hat im Ephraim-Palais tief ins Repertoire der modernen Ausstellungsmacher gegriffen, um seine Schau "Berlinmacher" mit innerer Spannung aufzuladen.

Zum 775. Geburtstag Berlins hat man 775 Menschen ausgewählt, die für Berlin stehen, 75 historische Persönlichkeiten und 700 heutige Bewohner, und knüpft so eine beinahe abenteuerliche Assoziationskette, an deren Ende ein vielfältiges, disparates, aber doch leuchtendes Bild Berlins entstehen soll.

In der ersten, sozusagen geschichtlichen Abteilung, werden durch einen dicken roten Faden jene mehr oder minder berühmten Männer und Frauen miteinander in Beziehung gesetzt, die im Rückblick für diese Stadt einstehen, unter ihnen etwa Theodor Fontane und Claire Waldoff.

In 19 Einheiten wird jeweils nach den biografischen Verflechtungen zwischen vier Berlinern gefragt. Ein Beispiel: Lise Meitner konvertierte wie Julius Eduard Hitzig zum Christentum, teilte mit Sebastian Haffner das Schicksal der Emigration und war wie Gottfried Forck Pazifistin. Im Obergeschoss werden aktuelle Statements von 700 Berlinern präsentiert, die Antwort auf die Frage geben, was die Stadt für sie bedeutet.

Museen: Ephraim-Palais, Poststr. 16, Mitte, Tel. 24 00 21 62. Von 18.April bis 28.Okt., Di, Do-So 10-18 Uhr, Mi 12-20 Uhr