Unter 20 Euro

Am Meisterstück wird noch gefeilt

Zwei Gänge, ein Wasser, ein Cappuccino für 15,80 Euro - eigentlich ein Schnäppchen.

- Jedoch gingen Kaffee und Kuchen aufs Haus, als Entschädigung für die dreiviertelstündige Wartezeit auf die Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut. Die "späten" Würste waren dafür geschmacklich ordentlich. Nur hatte die Küche leider das Sauerkraut vergessen und die nachgereichte Portion war leicht überwürzt.

Das Restaurant- und Feinkostkonzept des Meisterstücks ist jedoch gelungen. Beim Besuch am Mittag war das Restaurant gut gefüllt. Ein bunt gemischtes Publikum aus internationalen Touristen und heimischen Geschäftsleuten probierte sich durch die Karte mit hausgebackenem, dunklem Brot und Aufstrichen wie Honig-Senf oder Aprikose-Rosmarin bis zu den hochwertigen Würsten von der Lachswurst über die kleine Entenwurst bis zur Currywurst ohne Darm (7,50 Euro). Die stammt vom Berliner Metzgermeister Christian Friedrich aus der Metzgerei Maximilian. Dazu gibt es edle Biere kleinerer Brauereien aus aller Welt, von denen eins netterweise gleich als Probeschluck am Eingang gereicht wird. Das Progusta, ein Bitterbier des Braufactum-Braumeisters Marc Rauschmann, das auch zur Currywurst empfohlen wird. Für ein kleines 0,1-Liter-Glas werden normalerweise 3,80 Euro auf die "Bezahlkarte" gebucht, die beim Verlassen des Lokals am Ausgang abgerechnet wird. Die teuersten Biere kosten gar mehr als 60 Euro für eine Dreiviertel-Liter-Flasche. Doch es fließt auch preisgünstiges Schultheiß und Hövels aus dem Hahn. Der Service ist bemüht, wo es an Erfahrung noch fehlt, aber sehr freundlich. Mit dem Ambiente befindet sich das Lokal auf der angesagten alpenländischen Wohlfühl-Welle mit einem Touch Schwarzwald. Fazit: Noch ist es kein Meisterstück - aber auf einem guten Weg dahin.

Das Meisterstück Hausvogteiplatz 3-4, Mitte, täglich 10-1 Uhr, Tel. 55 87 25 62, www.meisterstueck.de

Bewertung

Geschmack ****

Ambiente ****

Service ***

Preis/Leistung ***

Gesamt ****

Höchstwertung: *****