Unter 20 Euro

Wie schmeckt eigentlich afrikanisches Bier?

In Szenegegenden wie dem Helmholtzkiez ist ein großes Angebot von Restaurants mit exotischer Küche ganz normal. Einige Lokale heben sich dennoch ab. Passiert man die große Giraffenfigur an der Tür des Massai nahe dem U-Bahnhof Eberswalder Straße, befindet man sich in einem solchen Restaurant.

Für einen Einstieg in die Welt der afrikanischen Gerichte lohnt sich der Weg. Das Massai hat ein in sich stimmiges Gesamtkonzept. Das beginnt mit der Giraffe, zeigt sich an großen Holzfiguren im Innern, an Savannentier-Besteckhaltern und der traditionellen Kleidung der Kellner. Die Auswahl afrikanischer Biere und Weine sowie ein vorzüglicher Koch sind allerdings die wahren Magneten des Lokals.

Wer keine Vorkenntnisse mitbringt, entdeckt auf der Speisekarte eine neue Welt. Berbersauce, eritreische Butter, Fufu oder Krokodilschwanzfilet: Ein einziger Besuch wird kaum reichen, um da wirklich alles kennenzulernen. Mit der vegetarischen Platte Mama Afrika (13,90 Euro) beispielsweise kommen afrikanischer Spinat in Erdnusssauce, Okrafrüchte, Kochbananen und Maniokwürfel in Mangosoße auf den Tisch. Der Reis wird unter einer Kokosnussschale warm gehalten. Eine Shakazulusuppe aus Datteln, Anis, Hirse und Gemüse überrascht mit bislang unbekanntem Geschmack (4,90 Euro).

Gefragt, was denn das Geheimnis des Kochs sei, antwortet der Kellner charmant-nebulös: "Sehr viele Gewürze." Von fruchtig bis unerträglich scharf gebietet der Küchenchef jedenfalls souverän über die Zutaten. Auch wer Fleisch mag, erlebt mit Delikatessen wie würzigen Straußenfleischstreifen (12,90 Euro) im Massai nicht ganz alltägliche Gerichte. Für Raritäten wie Zebrasteak, Springbockfilet oder Antilopenkotelett muss ein bisschen mehr gezahlt werden (18,90 Euro).

Massai Lychener Straße 12, Prenzlauer Berg, Montag bis Donnerstag 17 bis 24 Uhr, Freitag bis Sonntag 16-24 Uhr, Tel. 48 62 55 95

Bewertung

Geschmack ****

Ambiente *****

Service ****

Preis/Leistung ****

Gesamt ****

Höchstwertung: *****