Kleine Entdeckungen

Geschichte auf 240 Quadratmetern

Im 18. und 19. Jahrhundert entstand rund um das Schloss Niederschönhausen ein gutbürgerliches Viertel mit Häusern und Wohnungen. Verzierte Decken, hohe Wände, Durchgangszimmer sowie gekachelte Bäder und Küchen waren damals schwer angesagt.

In der Heynstraße 8 ließ sich 1893 der Berliner Stuhlrohrfabrikant Fritz Heyn mit seiner Familie nieder. Sie bewohnten die erste Etage. Das Innere des Hauses ist weitgehend erhalten geblieben, und die Wohnung ist heute eine Art "begehbare Geschichte" sowie Museum. Sie misst 240 Quadratmeter, und das weitgehend im Original. Denn Heyns Töchter, die bis 1972 dort lebten, haben kaum etwas verändert. Zur Wohnung gehören ein typisches Berliner Zimmer, ein Badezimmer mit gekachelter Wanne, Dienstmädchen- und Kinderzimmer sowie Salon und Herrenzimmer mit reichem Stuck und Bemalungen an Wänden und Decken. Der historische Garten mit Laube und Brunnenskulptur ist ebenfalls Teil des Wohnensembles. Das alte Bürgerhaus ist eines von 130 bundesweiten Projekten, dass von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert wird. Es kann dienstags, donnerstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.