Kleine Entdeckungen

Siegesgöttin auf weißem Sockel

Als wäre sie soeben gelandet. Ausgebreitet die mächtigen Schwingen, steht die Nike von Samthrake, kraftvoll balancierend, auf weißem Sockel im Lichthof der Technischen Universität (TU).

Die Statue der antiken griechischen Siegesgöttin ist in geheimnisvolles blau-fluoreszierendes Licht gehüllt. Gestiftet wurde der Gipsabguss - das Original steht im Pariser Louvre - als "Huldigung an den Genius Europas" von Direktoren deutscher und französischer Technischer Hochschulen, die sich in der TU 1956 erstmals zu Beratungen trafen.

Der Mythologie nach symbolisiert die Nike - Tochter der Styx und des Pallas - den Sieg in Wettkämpfen jeglicher Art. Der Seesieg über Antiochus III. von Syrien bewog rhodische Bildhauer, das Nike-Denkmal - beliebte Vorlage zahlreicher europaweiter Nachbildungen - um 190 v. Chr. zu erschaffen . Dem Anlass entsprechend: Ihre ursprüngliche Positionierung war auf einem Schiffsbug - als Galionsfigur und Hauptelement eines ganzen Ensembles am Kabiren-Heiligtum der nordgriechischen Insel Samothrake. 1863 von französischen Archäologen ausgegraben, gelang die Rekonstruierung aus mehr als 100 Puzzleteilen - bis auf den Kopf und die Arme. Auch als Kopie noch ein Meisterwerk.

( so )