Die Höhepunkte des Wochenendes

Ballett: "Die sieben Todsünden" in Mitte

12.02.: Anna ist schizophren. Zwei Seelen wohnen in ihrer Brust. Sie reist durch Amerika, immer den Traum vom Häuschen in Louisiana vor Augen, "wo die Wasser des Mississippi unterm Monde fließen". Immer in Zwiesprache mit sich selbst. Vor ihrer Flucht in die USA schrieben Kurt Weill und Bertolt Brecht im Exil ein letztes gemeinsames Werk: "Die sieben Todsünden", ein Ballett mit Gesang, uraufgeführt 1933 in Paris. Regisseur Barry Kosky (Foto), von der kommenden Spielzeit an neuer Intendant der Komischen Oper, bringt den Klassiker jetzt mit Dagmar Manzel als Anna (die andere Anna wird getanzt) auf die Bühne. Sie durchlebt die klassischen Todsünden wie Faulheit, Stolz, Unzucht oder Neid. Weill kontrastiert seinen unnachahmlich verführerischen Songstil dabei mit dem parodistisch gesetzten Männerquartett, das die Familie darstellt.

Komische Oper Behrenstraße 55-57, Mitte, Tel. 47 99 74 00, 19 Uhr, Karten 10-48 Euro