Bühnencheck

Per Salto zum Gastspiel

Es ist schon ein ganz besonderes Highlight, wenn sich Schlangenmensch Mwangi Lazaraus Gitu mit seinen über den Kopf gebogenen Füßen eine Zigarette ansteckt. Die Kippe im Mundwinkel, beweist der kenianische Artist dabei eine ungeheuere Eleganz. Aber er ist ja auch bekannt als der gelenkigste Mann der Welt.

Das ist nicht die einzige Sensation der vergangenen Tourneen, mit der "Mother Africa" nun sein fünfjähriges Jubiläum im Admiralspalast feiert. Seit 2006 begeistert der afrikanische Zirkus mit seinem farbenfrohen, lebendigen und rhythmisch pulsierenden Rausch der Sinne das Publikum. Mittlerweile haben knapp eine Millionen Zuschauer weltweit mehr als 800 Vorstellungen der rasanten Zirkus-Show gesehen.

Ausgeheckt hat dies Winston Ruddle, der selbst Straßen- und Zirkuskünstler war, bevor er seine Artisten-Schule im tansanischen Daressalam eröffnete, um dort vielversprechende Talente auszubilden. Er hat, das zeigt das Gastspiel, ein gutes Gespür für junge Könner.

Live begleitet von der dynamischen achtköpfigen Band "InAfrica" aus Sansibar, verbreitet das Ensemble mit 40 ausnahmslos afrikanischen Artisten und Tänzern in der Best-of-Jubiläumsshow elektrisierende Party-Stimmung - ein Stück afrikanischer Kultur mit Akrobatik, die aus dem Rahmen fällt, und spektakulären Tanz-Performances.

Zum ersten Mal sind Yonas & Tariku aus Äthiopien in Deutschland zu sehen. Yonas wirbelt nicht nur seinen Partner mit den Füßen durch die Luft, er reiht auch in schwindelerregendem Tempo immer neue Serien von Salti und Schrauben aneinander.

Egal, ob Hula-Hoop in Höchstform, waghalsige Artistik oder Jonglage der Extraklasse: Die abwechslungsreiche, vitale und ansteckend fröhliche Mischung aus modernen und traditionell afrikanischen Elementen lässt den Zuschauer nie zur Ruhe kommen. Auch wegen der ständig wechselnden exotischen Kostüme und Masken sowie durch eine raffinierte Lightshow, die mit lichten, satten Farben den Zauber Afrikas beschwört. Ein Gesamtkunstwerk voller Energie und Lebensfreude.

Doch "Mother Africa" will nicht nur unterhalten, sondern auch helfen. Ein Teil der Einnahmen kommt regelmäßig sozialen Projekten in Afrika zu Gute. Bislang sind dabei mehr als 200 000 Euro zusammen gekommen. Diesmal geht die Spende an die Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen" von Karl-Heinz Böhm. Noch bis zum Sonntag kann man die Hochleistungs-Show im Admiralspalast erleben.

Admiralspalast Friedrichstr. 101, Mitte, Tel. 47 99 74 99. Vorstellungen 7.-11.2. um 20 Uhr, 11. & 12.2. auch um 15 Uhr. Karten kosten 36-55,50 Euro.