Kleine Entdeckungen

Die älteste Feuerwache

Wahrscheinlich war es ein kunstbegabter Feuerwehrmann, der das Wappen mit der Jahreszahl 1883 für die Fassade der Feuerwehr an der Oderbergerstraße malte.

Die Kollegen können stolz auf ihre Station sein, denn sie arbeiten in der ältesten noch im Betreib befindlichen Feuerwache Deutschlands. Das macht die Arbeit nicht einfach, denn die original erhaltene Stützkonstruktion im Fahrzeugtrakt und die für heutige Verhältnisse schmalen fünf Torbögen zum Ausfahren machen das Rangieren schwierig. Die Millimeterarbeit kann man beobachten, wenn die Männer vom Einsatz zurückkehren und ihre Fahrzeuge wieder in Position zum Ausrücken bringen. Als die Wache gebaut wurde, war die Feuerwehr noch mit Pferdekutschen unterwegs. Erst nach der Jahrhundertwende wurden die Kutschen durch Elektromobile mit Dampfspritzen ausgetauscht. Einmal im Jahr lädt die Wache an der Oderbergerstraße 24-25 zum Tag der offenen Tür. Dann kann man das Gebäude von der Hofseite betrachten, mit Remise und ehemaligem Schlauchturm - und dem Original. Denn an der Rückwand befindet sich das echte Putzzeichen mit Krone und Fackeln aus der Kaiserzeit, das an der Straßenseite in Farbe nachgemalt wurde.