Unter 20 Euro

Mehr als der günstige Inder für zwischendurch

Indische Restaurants erfreuen sich in der Regel deshalb großer Beliebtheit, weil man dort umgeben von allerlei folkloristischer Ausstattung preiswert exotisch essen kann. Es geht aber auch anders.

Im "Buddha Republic" betritt man eine neue Generation der indischen Gastronomie in Berlin. Authentisch, stilvoll, kreativ. Der schmale Schankraum wird zur Hälfte von großen schwarzen Kacheln bestimmt. Die gegenüberliegende, curryfarbene Wand schmücken Alltagsbilder Indiens. Von der Decke hängen Lampen und Kugeln. Ein wirklich elegantes Ambiente, was sich leider teilweise bei den Preisen niederschlägt.

Zum Start werden papierdünnes, knuspriges Brot und leckere Dips gereicht. Die Karte ist überschaubar. Es gibt Klassiker der indischen Küche, zum Beispiel eine aromatisch abgeschmeckte, sehr sämige Linsensuppe Madras Shorba (4,10 Euro). Ob die unbedingt in einer Kokosnuss, serviert werden muss, darüber lässt sich streiten.

Die meisten Speisen kommen mit einer unterschwelligen Schärfe, die mit einiger Verzögerung recht schweißtreibend wirkt. Um unangenehmen Hitzewallungen zu entgehen, fragt man besser beim Bestellen nach dem Schärfegrad. Sehr fein mit vielen Kräutern gewürzt war das Hühnchen-Curry (10,50 Euro). Auch die vegetarischen Gerichte waren ausgezeichnet, nicht zerkocht sondern bissfest und pointiert gewürzt.

Hingucker ist der holzkohlebefeuerte Tandoori-Ofen, der hinter einer Glasfront neben der Bar für die Gäste einsehbar ist. Die am Spieß gegrillten Stücke von Lamm, Huhn oder Garnelen waren saftig, fantastisch gewürzt und kosten um 15 Euro. Dazu trinkt man indischen Tee für 2,90 Euro pro Glas.

Buddha Republik Knesebeckstraße 88, Charlottenburg, Tel. 31 16 42 04, täglich von 16.30 bis 24 Uhr, Kartenzahlung ab 50 Euro.

Bewertung

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