Kleine Entdeckungen

Wuchtiges Gedenken im Treptower Park

Es war unter anderem die Rote Armee, die Berlin 1945 von den Faschisten befreit hat.

Der Sieg war der Sowjetunion ein gigantisches Ehrenmal wert. Auf einer Fläche von zehn Hektar ließ der Militärrat der sowjetischen Besatzungstruppen zwischen Juni 1946 und Mai 1949 eine prunkvolle Anlage im Treptower Park bauen. Zuvor befand sich im Volkspark eine große Sport- und Spielanlage. Heute ist die Gedenkstätte beliebter Ausgangspunkt für Spaziergänger. Voll ist es selten, Besucher können sich ungestört umsehen.

Das Ehrenmal ist nicht nur ein Denkmal an den Sieg über Deutschland, sondern zugleich auch ein Soldatenfriedhof. 7000 Rotarmisten sind dort bestattet, 200 davon im Mausoleumshügel, dem Zentrum der Anlage. Auf ihm wächst eine Statue in den Himmel, sie misst mitsamt Hügel 30 Meter. Sie zeigt einen Soldaten, der ein Kind gerettet hat. Der Soldat blickt hinab auf fünf Felder mit Lorbeerkränzen und vorbei an 16 Sarkophagen aus weißem Marmor bis zu zwei steinernen Fahnen aus rotem Stein. Die Eingänge zum Ehrenmal sind ebenso wuchtig wie die Anlage selbst - sie sind durch Granitbögen an der Puschkinallee und der Straße am Treptower Park zu erkennen.