Ausflugstipp

In Rudow zu "Tränendrüse" und Spionagetunnel

Startpunkt unseres Spaziergangs ist der U-Bahnhof Rudow. Von dort aus folgen wir dem Neudecker Weg in östlicher Richtung bis zum eiszeitlichen Teich Kattenpfuhl. Die ehemalige Schmelzwasserrinne, die vom Rudower Dorfkern zur Stadtgrenze am Klein Ziethener Weg fließt, hat in Rudow auch den Spitznamen "Tränendrüse".

Hinter dem Kattenpfuhl führt ein Weg durch die Landhaussiedlung Rudow parallel zur Straße Am Espenpfuhl. Am Rondell laufen wir geradeaus weiter. Wir überqueren die Neuhofer Straße und folgen der Straße Am Espenpfuhl bis zum Ostburger Weg.

Hinter dem Friedhof biegen wir in die Straße 574 ein, sie führt direkt zum Landschaftspark Rudow-Altglienicke. Der Park schafft eine Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen, die die Autobahn (A113) trennt. Bis zur Deutschen Einheit entzweite hier die Mauer Rudow und Altglienicke.

Linkerhand hat der Reitverein Rudow sein Quartier. Ein besonderer Anziehungspunkt ist das so genannte "Glienicker Fenster." Es liegt gegenüber der Großsiedlung an der Schönefelder Chaussee. Von der bis zu fünf Meter hohen, mit wildem Wein bepflanzten Böschung bietet sich ein weiter Blick über die angrenzenden Weide- und Wiesenlandschaften.

Auf dem ehemaligen Mauerweg gehen wir in Richtung Norden bis zum Dankmarsteig. Dann folgen wir der kleinen Straße linkerhand entlang der Kolonie Rudower Höhe. Kurz vor dem Künnekeweg befindet sich der Eingang zur Rudower Höhe. Auf dem Gipfel des 1950 aufgeschütteten 70 Meter hohen Trümmerbergs besteht eine ausgezeichnete Rundumsicht. Südlich der Rudower Höhe installierten die US-Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg den so genannten "Spionagetunnel" zur Schönefelder Chaussee in Altglienicke. Bis zu seiner Entdeckung im April 1956 war der Tunnel elf Monate in Betrieb.

Wir verlassen die Rudower Höhe auf der nördlichen Seite. Dort befindet sich das Naturdenkmal Priesterpfuhl, an dessen Ufer Schilf und Grauerlen wachsen. Wir folgen dem romantischen Weg südlich des Priesterpfuhls parallel zum Glashütter Weg. Er führt auf einem Grünstreifen durch die Pfarr- sowie die Landhaussiedlung Rudow zurück zum Kattenpfuhl. Von hier aus sind es wenige Minuten zum U-Bahnhof Rudow.