Ausflugstipp

Im großen Bogen rund um den Adenauerplatz

Wir beginnen unsere Rundtour um den Adenauerplatz an der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße, denn ohne diese Fußgängerzone gäbe es den Adenauerplatz gar nicht. Als in den 70er-Jahren die Fußgängerzone gebaut wurde, musste eine Verbindungsstraße her. Die Kaiser-Friedrich-Straße wurde ausgebaut und als Lewishamstraße verlängert.

Wir gehen die Wilmersdorfer Straße in südlicher Richtung. Kleine zumeist inhabergeführte Fachgeschäfte prägen das Bild. Wo sie nach der Sybelstraße bogenförmig in die Lewishamstraße mündet, öffnet sich der Adenauerplatz mit verschiedenen Lokalen und Geschäften, einer mannshohen Bronzefigur des Namensgebers, einer Brunnenplastik und einem Gedenkstein.

Links am Kudamm erinnert am ehemaligen Hotel Kurfürstendamm eine Gedenktafel an die Weltpremiere des Tonfilms, die im dortigen Kino 1922 stattfand. Im westlichen Bereich ist der Boulevard eine (fast) normale Wohn- und Geschäftsstraße mit vielen Geschäften des gehobenen Bedarfs. In der Giesebrechtstraße lassen sich in dieser Jahreszeit die schönen und repräsentativen Hausfassaden bewundern, da das Laub der Straßenbäume nicht den Blick versperrt. Am Meyerinck-Platz gibt es ein Café/Bistro, einen irischen Pub und das traditionsreiche Kino "Die Kurbel", das vor der Schließung steht.

An der Giesebrechtstraße liegt der Hindemithplatz an der Wilmersdorfer Straße mit dem schönen St.-Georg-Brunnen. Wir überqueren den Adenauerplatz und die Lewishamstraße. An der Ecke Kudamm 70 steht das schmalste Haus Berlins mit 2,50 Metern Breite. Mieter sind vor allem Anwaltskanzleien. Unweit des Lehniner Platzes (Roscherstr. 7) liegt das bekannte Zaubertheater Igor Jedlin. Einige Häuser weiter (Nr. 16) lebte Erich Kästner.

Die Damaschkestraße ist eine typische Wohn- und Geschäftsstraße mit teils originellen Geschäften und Gastronomie. Wir biegen in die Nestorstraße und überqueren den Kudamm. Vorbei an einer in der warmen Jahreszeit beliebten Liegewiege erreichen wir den Hochmeisterplatz mit der gleichnamigen Kirche und einem großen, vielseitigen Kinderspielplatz. Über die Cicerostraße geht es zurück an der Lehniner Platz.

Im denkmalgeschützten Mendelsohn-Bau am Lehniner Platz ist seit 1980 die Schaubühne beheimatet, eine der führenden deutschsprachigen Bühnen. Das gesamte Bau-Ensemble wurde in den 1920er-Jahren als Sensation empfunden. Es gab dort ein großes Kino, das bekannte Kabarett der Komiker und das Café Leon, in dem Erich Kästner und andere Künstler Stammgäste waren. In wenigen Fußminuten sind wir wieder am Adenauerplatz.