Unter 20 Euro

Zur klebrigen Pasta wird die Wegwerfgabel gereicht

Der erste Laden der Marke Anton & Konsorten eröffnete mit dem Slogan "Frische Pasta ohne Schnick und Schnack" Anfang September an der Uhlandstraße, Ecke Kurfürstendamm. Im hellblau gestrichenen Verkaufsraum fertigt eine im Hintergrund arbeitende Maschine aus Weizenteig Pasta, die in viererlei Form in geflochtenen Körben präsentiert wird.

Gedrehte Fusilli und Torchietti, gewellte Malfadine und muschelähnliche Conchiglie Rigate. Dazu gibt es jederzeit drei Soßen, Napoli, mit Tomate, Pesto und Boscaiola (Tomate, Mascarpone und Speck). Manchmal kommen "Spezialsoßen" hinzu, etwa Bolognese oder Kräutersahne. Die Preise variieren zwischen 4,50 und 5,50 Euro pro Portion. Fast alle Getränke stammen aus dem Premium-Cola-Sortiment. Zwei Euro für 0,3 Liter und 2,40 Euro für 0,4 Liter.

Hat man bei den sehr freundlichen Damen bestellt, kommt die Pasta nach einer Minute aus dem kochenden Wasser in einen Pappnapf und wird mit Soße bedeckt. Wer möchte, bekommt eine Portion Parmesan dazu. Viele Kunden lassen die Pasta gleich deckeln und nehmen sie mit an den Arbeitsplatz. Andere essen sie an den Stehtischen. Das Arbeitsgerät ist eine dünne Holzgabel, die mit der Zeit Feuchtigkeit aufnimmt und aufweicht wird. Aber es wird ohnehin schnell gegabelt.

Geschmacklich ist die schnelle Nudel enttäuschend. Eher klebrig als al dente. Auch die Soße überzeugt nicht. Störend, dass man anfangs sehr viel Soße und wenig Pasta im Becher hat. Später ist es umgekehrt. Auch wegen der immer weicher werdenden Gabel verlangt dies große Kunstfertigkeit vom Gast, will er eine ordentliche Mischung von Nudel und Soße im Pappnapf genießen. Aber "genießen" ist wohl nicht das richtige Wort für diese Art der Nahrungsaufnahme. Ein Besuch dort ist, wie bei jedem Restaurant: Geschmackssache.

Anton & Konsorten Kurfürstendamm 212, Charlottenburg, Tel. 88 71 46 30, Mo.-Sbd. 11-20 Uhr

Bewertung

Geschmack **

Ambiente ***

Service ****

Preis/Leistung ***

Gesamt ***

Höchstwertung: *****