Musik: Rebekka Bakken

Lieder, die unter die Haut gehen

Man weiß nicht so recht, wo man die Musik der in Norwegen aufgewachsenen Sängerin und Songwriterin Rebekka Bakken einordnen soll: Ist sie eine Jazzsägerin, die mit dem Pop spielt?

Steht sie dem Folk näher oder hat sie sich in ihrer Zeit, als sie in den USA lebte, vom Country-Virus anstecken lassen? Irgendwie finden sich alle dies Einflüsse in der Musik der 41-Jährigen wieder, die von sich selbst sagt, man solle über ihre Musik nicht reden, sondern ihr einfach zuhören. Dann zeigt sich schnell, wie vielseitig sie ist. Mit dem Julia-Hülsmann-Trio hat sie 2003 jazzige Titel aufgenommen, die sie so leicht und sicher vorträgt, als habe sie nie etwas anderes gesungen. Auf der CD "Scattering Poems" interpretiert sie gar Gedichte des Amerikaners E. E. Cummings. In Fernseh-Shows war sie vor geraumer Zeit mit Songs im Stile eines Frank Sinatra zu hören. Gerade ist "September" erschienen, ein Album mit zwölf schnörkellosen Titeln: Liebeslieder und Songs über Trennungen, die vom Folk beeinflusst sind. Wie ihre ganze Musik leben auch sie von der großartigen Stimme Rebekka Bakkens.

Musik: Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8, Tel. 698 18 80. Am 18. Nov., 20 Uhr