Nigel Kennedy und das Orchestra of Life

Vivaldi-Variationen

Die vier Elemente kann man ganz wunderbar auch musikalisch beschreiben. Jedenfalls wenn man Nigel Kennedy heißt. Der britische Ausnahme-Geiger mit der Schwäche für ausgefallene Kleidung und wilde Haare ließ sich für sein neues Album "Four Elements", das er mit dem Orchestra of Life aufnahm, von Luft, Feuer, Wasser und Erde inspirieren.

Das Element Luft ("Air") ist bei ihm eine Violinpassage, die an Vaughan Williams' "The Lark Ascending" erinnert, aber in Richtung Blues und Oriental weiterdriftet. Feuer ("Fire") ist kraftvoller: Geigen, Keyboards, Frauenstimmen und Percussionsinstrumente verbinden sich mit Funk-Riffs, dann wird es zart und nachdenklich, um schließlich schnell zu enden. Für die Aufnahme des Albums hat er sich interessante Unterstützung geholt. Mit dabei ist Damon Reece, der schon mit Goldfrapp und Massive Attack zusammengespielt hat. Xantoné Blaq kennen Fans noch als Mitglied der Band von Amy Winehouse.

Nigel Kennedy sieht sich nicht als klassischen Geiger, sondern als Musiker. Und als solcher hat er "Four Elements" geschaffen. Jetzt stellt er das Album in Berlin vor. Dazu gibt es Vivaldis "Vier Jahreszeiten", mit deren Interpretation er 1989 zum Weltstar wurde.

Klassik: Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Str. 1, Tel. 61 10 13 13. Am 13. Nov., 20 Uhr