Trus Top-Tipp

Indiefolk in Kreuzberg

Spreeradio-Moderator Jochen Trusempfiehlt Bon Iver

Zum Anschauen: Der Name der Band "Bon Iver" leitet sich vom französischen "Bon Hiver" ab, der Begrüßung, mit der sich die Menschen in Kanada einen guten Winter wünschen, sobald der erste Schnee fällt. Justin Vernon, amerikanischer Indie - Folk-Singer/Songwriter, wird begleitet von drei Mitstreitern, und gibt seine außergewöhnlichen, im Falsett vorgetragenen, an Neil Young erinnernden Songs am kommenden Dienstag, dem 1. November in der Columbiahalle zum Besten. Und sollte es in der Nacht des Konzerts dann überraschenderweise das erste Mal schneerieseln, dann können sich ja Band und Besucher gegenseitig einen guten Winter wünschen, in dem es in Kanada nicht zu kalt wird und in Berlin die S-Bahn fährt.

Zum Anhören: "For Emma, forever ago" war der Titel des ersten Bon-Iver-Albums, das Vernon 2008 im Alleingang herstellte, wozu er sich nach Auflösung seiner damaligen Band, dem Ende einer Beziehung und Krankheit für drei Monate in die Blockhütte seines Vaters zurückzog. Sehnsüchtige Einsamkeit kann bekanntermaßen ein Katalysator für kreative Höchstleistung sein. In diesem Falle gelang dem 30-jährigen Amerikaner ein hinreißendes Songwriter-Album, das es in der "Rolling Stone"-Liste der 50 besten Alben des Jahres 2008 bis auf Platz 29 schaffte.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei "Jochen Trus am Morgen" auf 105'5 Spreeradio