Donnerstag: Musik

Die jüdischen Kulturtage Berlin

Er war der Hit-Lieferant der deutschen Tonfilmoperette: Werner Richard Heymann schrieb Evergreens wie "Das gibt's nur einmal" oder "Ein Freund, ein guter Freund".

Der Berliner Komponist war auch an der Entwicklung des literarischen Chansons beteiligt, als Exilant in Hollywood steuerte Heymann zudem den Soundtrack zu Kinoklassikern wie "Ninotschka" bei.

An den vielseitigen Künstler erinnern Dagmar Manzel und das Tal Balshai Quartett heute in der Synagoge Rykestraße. Der Liederabend ist zugleich Auftakt der 25. Jüdischen Kulturtage, die bis zum 18. September an verschiedene Berliner Spielorte laden. In Konzerten sind unter anderem Klarinetten-Virtuose Giora Feidman, Weltmusikstar Idan Raichel oder Jasmin Tabatabai zu erleben. Das Jubiläumsfestival ist ein Fest der Begegnungen: Said und Asher Reich treffen sich zum iranisch-israelischen Poetengespräch, die Berliner HipHop-Band Die Ohrbooten tritt mit den israelischen Kollegen von HaDag Nachash auf. Auf der Oranienburger Straße werden in einem Lesemarathon Altes und Neues Testament sowie der Koran komplett vorgetragen.

Eine Ausstellung erinnert an das Jüdische Museum, das bis 1938 in Berlin existierte.

Musik: Synagoge Rykestr., 20 Uhr, Tel. 01805/57 00 00, www.juedische-kulturtage.org .