Musikfest Berlin

Lupenreiner Klang

Fülle und Lebenskraft. Das empfindet der Komponist Wolfgang Rihm, wenn er Anne-Sophie Mutter Geige spielen hört. So ist es kein Wunder, dass er der Künstlerin ein eigenes Stück widmete.

"Gesungene Zeit" windet sich in überirdische Höhen, denn die hohen Töne aus der Geige Anne-Sophie Mutters waren es, die Rihm vor allem inspirierten. Das 1991 fertig gestellte Werk sieht er als Gesang, den das Orchester und die Violine anstimmen. Beim Musikfest trägt Anne-Sophie Mutter das Werk mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck vor.

Das Konzert am Sonntag ist ein Höhepunkt des Musikfestes, das noch bis zum 20. September dauert. Dabei sind die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Philharmonia Orchestra London oder die Berliner Philharmoniker. Gespielt wird in der Philharmonie, der Gethsemane-Kirche, im Konzerthaus und im Radialsystem V. Im Mittelpunkt des Festivals stehen die Komponisten Franz Liszt und Wolfgang Rihm.

Weitere Höhepunkte sind Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 am 15., 17. und 18. September in der Philharmonie mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. Und außerdem Luigi Nonos "Prometeo - Tragedia dell'ascolto" für fünf Vokalsolisten, zwei Sprecher, Chor, Solostreicher, Solobläser, Gläser, vier Orchestergruppen, Live-Elektronik und zwei Dirigenten nach Texten von Walter Benjamin und Friedrich Hölderlin. An der Aufführung im Kammermusiksaal (16., 17.9.) wirken das Ensemble Modern, das Konzerthausorchester sowie die Dirigenten Matilda Hofmann und Arturo Tamayo mit.

Klassik: Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Str. 1, Tiergarten, Tel. 25 48 91 00. Am 11. Sept. um 20 Uhr. Musikfest bis zum 20.9.