Unter 20 Euro

Zur Krönung der Torte ein Marzipanmöhrchen

Das legendäre "Café Sibylle" an der mit Häusern im Zuckerbäcker-Stil gesäumten Karl-Marx-Allee war immer etwas Besonderes.

In den 50er-Jahren wurde es als Kaffeehaus namens "Milchtrinkhalle" eingerichtet, heute ist es eine charmante Mischung aus Café und Museum. Geführt wird es von der Union Sozialer Einrichtungen GmbH, einem Unternehmen mit mehr als 300 Mitarbeitern. Das bietet für etwa 800 psychisch kranke und behinderte Menschen in Berlin und Brandenburg geschützte Ausbildungs- und Arbeitsplätze an. Es gibt mehr als 25 Gewerke und Dienstleistungsbereiche, besonders bekannt ist die Bürstenmanufaktur in der einstigen Blindenwerkstatt. Besonders schön ist das Café Sibylle.

Jetzt im Sommer wichtig: Man kann draußen sitzen. Aber auch im Winter und bei Regen lohnt sich der Besuch. Das Café ist ein heller Raum. Neben dem Eingang steht ein Klavier, am linken Ende befindet sich ein weiteres. Während unseres Besuchs wird die ganze Zeit gespielt. Man sitzt an kleinen Tischen, es gibt zahlreiche Zeitungen zur Auswahl. An den Wänden stehen und hängen Exponate und Bilder zur Geschichte der Karl-Marx-Allee.

Wer nicht so gern Süßes mag, bekommt Bohneneintopf für 2,50 Euro oder Elsässischen Flammkuchen für 4,50 Euro. Wir trinken einen Milchkaffee und später noch einen Getreidemilchkaffee (je 2,50 Euro). Letzterer ist etwas klumpig, allerdings nicht bei unserer Begleitung. Der Käsekuchen ist fest und nicht zu süß. Ebenso lecker ist die Rüblitorte mit einem rosa Marzipanmöhrchen darauf. Die Stücke kosten je 2,20 Euro. Zuletzt ordern wir eine Kugel Haselnusseis. Sie wird überraschenderweise nicht auf einem Teller, sondern in der Waffel angeboten. Immerhin war es eine Butterwaffel.

Café Sibylle Karl-Marx-Allee 72, Friedrichshain, Mo.-Fr. 10-20 Uhr, Sbd./So. 11-20 Uhr, Tel. 29 35 22 03

Bewertung

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