Neukölln

"Rheingold Feuerland" an der Neuköllner Oper

Ein Goldraub und eine Liebesverzichtserklärung stehen am Beginn von Richard Wagners Bühnenfestspiel "Der Ring des Nibelungen". Mit einem schwer zu finanzierenden Neubauprojekt, listigem Diebstahl und Brudermord geht "Das Rheingold" (der Vorabend der Tetralogie) actionreich weiter.

Was Wagner im 1869 uraufgeführten Werk an geschäftstüchtigen und gierigen Archetypen zusammenbringt, findet in "Rheingold Feuerland" von Bernhard Glocksin (Text) und Simon Stockhausen (Musik) seine zeitgenössische Fortsetzung. Eine bolivianische Journalistin interviewt einen Spekulanten, auf einer neapolitanischen Müllhalde klaut ein 14-Jähriger einem Migranten Schmuck und im Bombay schminkt sich eine Tempelhure. Urmutter Erda wird von der aus dem Fernsehen bekannte Dennenesch Zoudé verkörpert. Mit dem Werk eröffnet die Neuköllner Oper eine Themenreihe zu Wagner und Verdi, jenen beiden großen Antipoden der Musik.

Neuköllner Oper, Karl-Marx-Straße 131-133, Tel. 68 89 07 77, Uraufführung 18. Aug., 20 Uhr, auch 20.+21.8.