Element of Crime

Geschichten aus den Ecken der Großstadt

Es ist der Sound von Kreuzberg - oder einem anderen jener Viertel, an denen die rasende Globalisierung einigermaßen vorbeigeschrammt ist. So klingt der Hinterhof. Es sind Lieder, die die Melancholie aus den Ecken der Großstadt zusammenkehren.

Lieder, die in den Rocksäumen der Metropole das Absurde, Komische und nicht selten die Liebe finden. Element of Crime und ihr Sänger und Komponist Sven Regener haben sich nachhaltig von allem Strahlenden verabschiedet.

Wahre Liedkunst brauche "das Zweideutige", sagt Regener. Und so schreibt er (zuletzt auf dem Album "Immer da wo du bist bin ich nie") Songs, die das Eigentliche - die Liebe, den Schmerz, das Überleben - in feinen Linien umkreisen, ohne es zu benennen. Element of Crime schleichen sich auf sehr leisen Sohlen an ihre Themen heran. Man kann nach dieser Suche im Labyrinth des täglichen sich Durchkämpfens sehr süchtig werden.

Als bekennender Dylan-Fan verknüpft Regener seine Textzeilen zu luftig versponnenen Assoziationen und unterlegt sie oft mit noch luftigeren Folkmelodien. Es geht um Träumer, Sorgenbeladene, kleine Siege. Es geht darum, den Mut nicht zu verlieren und sich treu zu bleiben. Es geht meist ums größte und ums kleinste Glück. Um alles.

Musik: Zitadelle Spandau , am 20. Aug., 19 Uhr, Tel. 6110 13 13