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Kleists "Über das Marionettentheater"

Er hat seinen Kleist wohl gut und oft gelesen. Er ist in ihn eingedrungen, ist in den feinsten Fältchen seiner Schriften heimisch geworden, um sie für sich zu entdecken und zu verstehen. Nun legt, nach langer Lektüre, der Berliner Zeichner und Maler August Ohm seine Bilder vor, die unter dem Titel "Heinrich von Kleist/Über das Marionettentheater" stehen.

Es sind Arbeiten, die, wie der Künstler sagt, das Thema "Bemühen und Intuition", "Möglichkeit und Scheitern", "Vermögen und Verlust" umkreisen. Er ist damit tatsächlich Kleist sehr nahe. Im "Marionettentheater" wird der Gegensatz von "Grazie" und "Bewusstsein" besprochen, ja dass die Reflexion den Menschen - leider - aus dem "Stand der Unschuld" vertrieben habe. Auch Ohm spielt diese ewige Dichotomie durch, wenn er Szenen und Figuren des Kleist'schen Essays als Bildpaare, quasi als Positiv und Negativ, Klang und Echo, Original und Variante in Szene setzt.

Galerien: Atelier Ohm , Behrenstr. 28, Mitte. Bis 26 August, Di-Fr 16.30-18.30 Uhr