Ausstellung

Die Pracht der Moskauer Metro

So schön kann Untergrund sein. Säulenhallen, Deckenmosaike, Stuck, Kronleuchter, Kuppeln, Gemälde - und all das in einem Metro-Labyrinth, das zu den größten und tiefsten weltweit zählt. Der Fotograf und Grafiker Bernhard Ludewig präsentiert 18 großformatige Aufnahmen aus der Moskauer Untergrundbahn.

Es sind teils extrem weitwinklige Kompositionen, die das Außergewöhnliche dieser "Kathedralen" hervorheben. Wer in Moskau unterwegs war, der weiß, dass die Stationen trotz ihrer architektonischen Pracht oft düster wirken. Täglich neun Millionen Passagiere zählt die Moskowskij Metropoliten, die auf rund 300 Kilometer Streckenlänge 182 Stationen bedient.

1935 wurde sie nach vierjähriger Bauzeit eingeweiht. Lasar Kaganowitsch, Bauleiter, Verkehrsminister und Stalin-Vertrauter, pries die Unterirdische als ein Wunderwerk des Sozialismus: "Mehr noch als Theater und Paläste wird die Metro unseren Geist anregen und erhellen."

Bernhard Ludewig, 1974 in Münster geboren, lebt in Berlin. In seinen Metro-Bildern verschmelzen monumentale Architektur und russisches Großstadtleben. Das Café Moskau als Ausstellungsort hätte kaum besser gewählt werden können. Schließlich liegt es in der Karl-Marx-Allee, die zwischen 1949 und 1961 Stalinallee hieß. Und der Sowjet-Diktator, so ist es überliefert, hatte den Metrobau zum Prestigeobjekt erklärt.

Ausstellung: Café Moskau , Karl-Marx-Allee 34, Eröffnung am 1. August, 19 Uhr. Bis zum 1. August, täglich. 10-18 Uhr