Kleine Entdeckungen

Der Friedhof der Dreifaltigkeit

Standort Mehringdamm: So sieht ein moderner Friedhof aus. Schön angeordnete Gräber. Bunte Bepflanzung. Doch wandert man auf dem Gelände ostwärts, wird es morbide. Die Rede ist vom Dreifaltigkeitsfriedhof I in Kreuzberg.

Er einer von sechs Friedhöfen, die zusammen 55 169 Quadratmeter vor dem Halleschen Tor fassen. Das Areal wurde ab 1735 vor den Toren der Stadt angelegt.

Ein schmaler Streifen zwischen der Baruther- und Blücherstraße.

Er ist alt, das sieht man. Der Verfall ist geradezu faszinierend. Von den einst monumentalen Begräbnisstätten fällt der Putz ab, der Zahn der Zeit nagt am Gemäuer. Die Inschriften der Gräber künden von großen Namen: vom Schriftstellerpaar Karl August und Rahel Varnhagen von Ense, vom Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy und dessen Schwester, Fanny Hensel. Auf den Nachbar-Friedhöfen liest man so klangvolle Namen wie Adalbert von Chamisso, E.T.A. Hoffmann, Karl von Siemens und Adolf Glaßbrenner. Es sind übrigens noch Plätze frei.