Ausflugs-Tipp

Durch Nikolassee bis zum S-Bahnhof Wannsee

Wer "nichts wie raus nach Wannsee" fährt, der fährt genau genommen nach Nikolassee. Das von Conny Froboess besungene Strandbad ist am besten auch vom S-Bahnhof Nikolassee aus, unserem Startpunkt, zu erreichen.

Für unseren Spaziergang gibt es zum ausgeschilderten direkten Weg eine interessante Alternative, um zum berühmten Strandbad zu kommen. Wir gehen am westlichen Bahnhofsausgang links die Borussenstraße entlang und rechts in die Straße Am Beelitzhof hinein.

Es geht vorbei an einem großräumigen Areal mit Brunnengalerien und Technik-Gebäuden des Wasserwerks Beelitzhof (1). Die teils schönen alten Klinkerbauten stammen aus der Gründerzeit. Gegenüber, im Badeweg, geht es an Jugendherberge und FU-Wassersportzentrum vorbei. Auf dem am Hang sich entlang schlängelnden Waldweg öffnen sich immer wieder schöne Blicke über den Großen Wannsee.

Wir erreichen das 2008 restaurierte über 100 Jahre alte Freibad Wannsee (2). Es gilt als größtes und ältestes Binnenbad Europas und steht unter Denkmalschutz. Von hier aus geht es in östlicher Richtung den Wannseebadweg entlang. In etwa zehn Minuten sind Kronprinzessinnenweg und der beliebte Motorrad-Treff "Spinnerbrücke" an der Spanischen Allee erreicht. Auf der umfangreichen Speisekarte wird hier bereits von 5 Uhr morgens an Frühstück geboten. Kurz vor der "Spinnerbrücke", die mit diesem Namen sogar in manchem Stadtplan steht, führt ein Trampelpfad zurück zum S-Bahnhof Nikolassee. Wir durchqueren den Bahnhof und gelangen so in das repräsentative Hauptgebäude am Hohenzollernplatz. In der Bahnhofshalle gibt es einige Geschäfte, in denen Proviant und Erfrischungen gekauft werden können. Am Hohenzollernplatz links liegt das ehemalige Rathaus Nikolassees, das jetzt von der benachbarten Polizeiwache mitgenutzt wird. Rechts schließt sich dem Bahngebäude eine Ladengalerie mit Bäcker, Fleischer und einem Imbiss an. Zudem lockt ein kleines Lokal mit grün überranktem Garten

Von hier aus laufen wir die Alemannenstraße in südlicher Richtung weiter, zwischen Bahntrasse rechts und Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Geschäftsbauten entlang in Richtung Autobahn.

Der Geräuschpegel steigt. Nach der Autobahnüberquerung geht es bergab zu einer Kreuzung, an der der Uferweg Nymphenufer links abzweigt. Hier kommt man bis ans Wasser des Nikolassees (3), der dem Ortsteil seinen Namen gab. Weiter geht die Tour über den Nikolassteig, rechts in die Lohengrin- und links in die Nibelungenstraße zum Bahnhof Wannsee mit seinen guten Verkehrsverbindungen. Sehenswert ist die Verladestation für Autoreisezüge in den restaurierten alten Gebäuden des ehemaligen Güterbahnhofs. Zum Abschluss unseres Spaziergangs erreichen wir die Ronnebypromenade (4), mit der BVG-Fähre F 10 nach Kladow und seinen zahlreichen Angeboten für Fahrten mit dem Ausflugsschiff. Zurück am S-Bahnhof Wannsee ist das Ziel erreicht.