Fête de la Musique

Berlin swingt und singt

Was seit 1995 ein buntes, über die halbe Stadt verteiltes Festival war, wird um viele neue Auftrittsorte erweitert: Bei der "Fête de la Musique" 2011 swingt und jazzt, trommelt und pfeift, tanzt und singt ganz Berlin.

Hinzugekommen sind Bühnen in Reinickendorf, Spandau und Steglitz-Zehlendorf, auch Kirchen sind erstmals mit dabei. Damit sind alle zwölf Bezirke vertreten, auf die sich über 100 Bühnen und 432 angemeldete Solisten, Ensembles und Bands verteilen.

Aber was wäre dies alles ohne die Tausenden, die in den Straßen und auf den Plätzen spontan sich ihren musikalischen Neigungen hingeben? Jeder darf sich also, dank einer amtlichen Ausnahmegenehmigung, an diesem Tag als Straßenmusiker betätigen. Auf dem Walter-Benjamin-Platz schlägt die "Jazzwerkstatt" ihre Zelte auf, an der Karl-Marx-Allee 140 heißt das Motto "Abgedreht rockt Friedrichshain", in Mitte verwandelt sich der Flak- in einen "Klangbunker". Auf großen Zulauf darf der Auftritt der "Seeed"-Mitglieder Moritz "Mo" Delgato und Luke4000 rechnen, die im Mauerpark ihr "Frogg"-Projekt vorstellen (19 Uhr).

Auch im Saale entfalten sich die Klangwelten. Im Chinesischen Kulturzentrum (Klingelhöferstraße 21) findet ein Gedenkkonzert für die Opfer in Japan statt, im Humboldt-Carré (Behrenstraße 42) spielen "Les Jeunes Classique".

Wenn wegen des Lärmschutzes um 22 Uhr Schluss sein muss, geht es an ausgewählten Spielstätten mit der "Fête de la Nuit" weiter. Ein Ereignis dürfte das Turmblasen sein, zu dem sich Posaunenchöre in sieben Kirchen treffen und punkt 18.30 Uhr ihren Sound erschallen lassen - damit auch der Letzte aufwacht und mitmacht.

Musik: Straßenmusikfest 21. Juni, ab 16 Uhr, über 100 Bühnen, www.fetedelamusique.de