Kleine Entdeckungen

Bei Anruf Elektropolis

200 Meter vor einem Recyclinghof der Berliner Stadtreinigung, zwischen Teltowkanal und Steglitzer Stadtpark: Wer würde dort ein Museum vermuten? So ganz normal ist es auch nicht, das Energie-Museum Berlin e.V. an der Teltowkanalstraße 9.

Besucher können das würfelartige Gebäude nur nach telefonischer Anmeldung besichtigen (Tel. 7017-55 oder -56). Der Bau aus gelbem und rötlichem Klinker ist eine ehemalige Batterie-Speicher-Anlage des 1911 in Betrieb gegangenen Kraftwerks Steglitz. Aus dem Turbinenkondensat produzierten Kältemaschinen übrigens ab 1912 täglich 200 Tonnen Kühlungseis. 1994 wurde das Kraftwerk geschlossen. Die Nutzung als Museum geht auf ehemalige Bewag-Mitarbeiter zurück. Sie haben am 10. Mai 2001 einen Verein gegründet, um historische Geräte und Anlagen aus der Strom- und Wärmeversorgung Berlins zu betreuen. Ihre Exponate brachten sie auf rund 1800 Quadratmetern des Geländes unter. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung der Energieversorgung, der Schutztechnik, der öffentlichen Beleuchtung und der Kommunikationstechnik von "Elektropolis Berlin" anschaulich zu machen. Der Eintritt ist frei. Zum zehnjährigen Bestehen muss man ausnahmsweise nicht anrufen: Am 15. Mai von 11 bis 18 Uhr ist Tag der offen Tür.