Kleine Entdeckungen

Denkmal mit hohlem Bauch

Majestätisch thront es über den Hängen des Kreuzbergs: das Nationaldenkmal. Ein eisernes Kreuz krönt seine Spitze - Namensgeber für "Berg" und Bezirk gleichermaßen.

Niemand geringerer als König Friedrich Wilhelm III. hatte am 19. September 1818 den Grundstein gelegt. Das Denkmal steht für die Siege in den Befreiungskriegen 1813-1815 gegen Napoleon - und auf einer 66 Meter hohen Erhebung, die aus der Eiszeit vor ungefähr 18 000 Jahren stammt. Der "Kreuzberg" ist ein Wahrzeichen Berlins und feste Größe einer Stadtrundfahrt. Der Entwurf für den pyramidenförmigen Grundriss und die gusseiserne Spitze stammt von dem Architekten Karl Friedrich Schinkel - ebenso wie einige der Statuen, die mitten im Berg verstaut sind. In den Katakomben lagert das Landesdenkmalamt auf circa 1500 Quadratmetern Skulpturen. Es ist eine geheimnisvolle Welt; der Ort gibt beim Rundgang nur nach und nach seine Schätze preis: einen meterlangen Münzfries. Abgüsse der Figuren der Quadriga - wohl das größte Gut. Aus Angst vor der Zerstörung des Originals durch Bomben waren sie im Zweiten Weltkrieg angefertigt worden. Zum monatlichen unterirdischen Spaziergang z.B. am 28.4 (5 Euro; 1,5 Stunden) muss man sich beim Bezirksamt anmelden: Tel. 90 298 26 24.