Ausflugs-Tipp

Ein Spaziergang durch die asiatischen Gärten der Welt

Im Erholungspark Marzahn wird an diesem Sonntag das Kirschblütenfest gefeiert. In den asiatischen Gärten der Welt treten landestypische Tanz- und Musikensembles auf. Start und Ziel ist am Haupteingang Blumberger Damm. Der Eintritt beträgt fünf, sonst drei Euro.

Rechts entlang führt der Weg zum italienischen Renaissance-Garten. Der Boboli-Park in Florenz stand unter anderem Pate für den "Gardino della Bobolina". Über einen Treppenaufgang erreicht man das Areal mit Buchsbaumhecken und -figuren, Steinbänken, Skulpturen und einer großen Brunnenschale.

Nächste Station sind Labyrinth und Irrgarten. Beide unterscheiden sich hinsichtlich der Wegführung. Im Labyrinth gibt es nur einen Weg, der zur Mitte und wieder heraus führt. Der Irrgarten besitzt dagegen ein komplexes Wegesystem mit Kreuzungen und Sackgassen. Für den Irrgarten diente die Anlage im Garten des britischen Königsschlosses Hampton Court als Vorbild, für das gepflastert Labyrinth das Bodenmosaik der Kathedrale von Chartres in Frankreich.

Rechts geht es zum chinesischen Garten (1). Zwei Drachenskulpturen bewachen den Eingang. Im Maul trägt jeder Drache eine Steinkugel, die sich bewegen, aber nicht herausnehmen lässt. Kirschbäume mit ihren zartrosa Blüten erwarten dort die Besucher.

Der "Garten des wiedergewonnenen Mondes" vereinigt in Form und Gestalt tausendjährige Gartengestaltungskunst aus dem Reich der Mitte. Alle Steine, Felsen, Skulpturen und Möbel kamen 1997 aus Peking. So entstand in den Gärten der Welt ein originales Werk chinesischer Gartenkultur.

Über den großen Rundweg, vorbei an der Baustelle für den christlicher Klostergarten (Eröffnung 30. April), erreicht man das japanische Areal. Den "Garten des zusammenfließenden Wassers" schuf Gartendesigner, Professor und Zen-Priester Shunmyo Masuno mit Stilelementen der klassischen japanischen Gartenkunst (2).

Daneben befindet sich der Koreanische Garten. Von einem Seouler Gartenarchitekten mit vielen original Bauteilen und Kunstwerken geplant, findet man dort Freude, Anregung und Entspannung in der Natur. Folgt man dem Rundweg weiter, gelangt man zu einem Gewächshaus mit tropischem Klima. Im "Garten der drei Harmonien" steht ein traditioneller Wohnkomplex einer balinesischen Familie. Kunstvoll angelegte Gärten gibt es im traditionellen Bali (3) nicht. Die Pflanzen werden dort nur nach ihrer Funktion als Nahrungsmittel, Medizin oder Schattenspender gepflanzt. Dahinter beginnt der Urwald.

Der "Garten der vier Ströme" erinnert an die Alhambra in Granada. Derzeit wird die Brunnenanlage repariert. Dennoch lohnt ein Rundgang durch den Saal der Empfänge. Der Gartenhof (Riyâd) spiegelt die Traditionen orientalischer Länder wider und ist ein wichtiges Element der islamischen Kultur. Entlang der Spiel- und Liegewiese erreicht man den Ausgang.

Länge ca. 4 Kilometer