Ausflugstipp

Bummel mit Spielplatzpausen im Bötzowviertel

Ein Spaziergang durch das frisch sanierte Bötzowviertel ist lohnenswert, insbesondere mit Kindern, für die einiges geboten wird. Die Erkundungstour macht man am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Parkplätze sind Mangelware sind.

Vom Alexanderplatz oder dem S-Bahnhof Landsberger Allee sind es mit der Straßenbahn M 4 jeweils nur wenige Stationen und Fahrminuten. Wir steigen auf der Greifswalder Straße an der Haltestelle Hufelandstraße aus. Sie ist neben der Bötzowstraße die zweite Einkaufsstraße und Flaniermeile des Kiezes. Von der Hufelandstraße biegen wir links in die Esmarchstraße ein. In der Hausnummer 18 befindet sich die "Kurt-Tucholsky-Bibliothek" in einem schönen, aber renovierungsbedürftigen Klinkerbau. Die Bibliothek wurde Ende 2007 geschlossen, seit 2008 betreiben sie ehrenamtliche Helfer des Bürgervereins Pro in Kooperation mit dem Bezirk. An der Ecke Pasteurstraße liegt ein großer Spielplatz.

Wir gehen zurück zur Hufelandstraße, dann links bis zur Bötzowstraße. Eine Straßenecke weiter liegt ein zweiter Spielplatz-Stopp. Am nördlichen Ende der Bötzowstraße stoßen wir auf den Arnswalder Platz. Dort kann man den denkmalgeschützten "Stierbrunnen" bewundern, der auch Ochsen- oder Fruchtbarkeitsbrunnen genannt wird. Die massige und imposante Anlage steht unter Denkmalschutz und ist kürzlich restauriert worden. Ferner gibt es dort einen künstlerisch gestalteten Spielplatz und einen Bolzplatz, sowie eine Liegewiese und Bänke. In der Bötzowstraße präsentieren sich die meisten Häuser schmuck modernisiert, mit teils prächtigen Stuck-Fassaden. Die meisten Straßen sind mit Kopfstein gepflastert. Der Altersdurchschnitt der Bewohner liegt weit unter dem Berliner Mittel. Es sind viele Kinderwagen zu sehen.

Entsprechend ist das Angebot in den Geschäften, Cafés und Restaurants auf die Bedürfnisse junger Eltern mit Kindern ausgerichtet. In vielen Restaurationen gibt es Spielecken. Läden mit Kindergarderobe liegen neben Boutiquen. Dazwischen Shops mit ausgefallenen und kreativen Angeboten. Ein bunter Mix. Bei Restaurants überwiegen exotische Angebote. Am Ende der Bötzowstraße biegen wir rechts in die Straße Am Friedrichshain ein. Einen Neubau-Block weiter steht das "Filmtheater am Friedrichshain" mit seiner bewegten Geschichte. Der Regisseur Michael Verhoeven und ein Kinobetreiber konnten das schön restaurierte Gebäude in den 90er-Jahren vor dem Abriss retten.

Schräg gegenüber lädt der Volkspark Friedrichshain mit seiner Restauration und großer Gartenterrasse zum Verweilen ein. Dort gibt es Spiel- und Sportplätze, Skater- und BMX-Bahn und einen schönen Weiher. Von hier lohnt ein Abstecher zum "Märchenbrunnen" mit Motiven der Gebrüder Grimm. Die Anlage wurde 1913 eröffnet und hat eine Ausdehnung von 90 mal 172 Metern. Sie steht unter Denkmalschutz. Das Ensemble liegt auf dem Weg zur Straßenbahnstation "Am Friedrichshain" der Linie M 4, unserem Endpunkt.

Länge: ca. vier Kilometer