Donnerstag: Literatur

Drei interessante Lesungen

Im Jüdischen Museum ist der israelische Schriftsteller Chaim Be'er zu Gast. Große Teile seines neuen Romans "Bebelplatz" (Berlin Verlag) sind entstanden, als er auf Einladung des Literarischen Colloquiums Berlin in der Stadt weilte.

Beer erzählt die Geschichte des Bücherjägers und Antiquars Salomon Rappoport. An seiner Seite besucht der Erzähler geschichtsträchtige Orte der Stadt wie die Gedenkstätte Gleis 17, die Villa der Wannseekonferenz und den Bebelplatz. Beer stellt im Gespräch mit der Berliner Autorin Pieke Biermann seinen Roman vor.

Die Remise im historischen Mendelssohn-Haus an der Jägerstraße bildet den passenden Rahmen für das Gespräch von Christoph Stölzl mit dem Autoren der im Siedler Verlag erschienenen Liszt-Biografie Oliver Hilmes. Der Komponist Franz Liszt (1811-1886) wird darin als absolute Ausnahmeerscheinung gesehen, als musikalischer Revolutionär und romantischer Exzentriker. Begleitet wird die Lesung von Cameron Carpenter am Klavier.

In der Akademie der Künste am Pariser Platz liest Silvia Bovenschen. Die Berlinerin hat als Literaturwissenschaftlerin und Essayistin einen Namen. Als Erzählerin ist sie jedoch erst in den letzten Jahren in Erscheinung getreten, dies aber gleich mit großem Erfolg. Nach dem Bestseller "Älter werden" von 2006, dem Erzählband "Verschwunden" und dem Krimi "Wer Weiß Was" erschein nun ihr zweiter Roman. "Wie geht es Georg Laub?" (S. Fischer). Er handelt von einem einst erfolgreichen Schriftsteller, dessen Stern dann sank. Nun wohnt er in einem heruntergekommenen Haus, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Doch ein unerwünschter Besuch wirft Georg Laub aus der Bahn.

Literatur: Jüdisches Museum, 19.30 Uhr, Tel. 25 99 33 00, Mendelssohn-Remise, 19.30 Uhr, Tel. 81 70 47 26, Akademie der Künste, 20 Uhr, Tel. 20 05 71 00 00