Buchpräsentation mit Orhan Pamuk

Eine Familiensaga

Istanbul Anfang des 20. Jahrhunderts. Cevdet, ein islamischer Kaufmann, hat sich hochgearbeitet. Er verkauft Lampen an die Stadtverwaltung und träumt von einer Ehefrau mit Kindern.

Sein Bruder dagegen ist fasziniert von Frankreich, vom Freiheitsgedanken, von einer Republik, und wartet wie viele Jungtürken auf den Sturz des Sultans Abdülhamit. So beginnt die 650seitige Familiensaga "Cevdet und seine Söhne" des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk.

Pamuks Debütroman erschien bereits 1982. Lange Zeit sträubte sich der türkische Schriftsteller dagegen, dass er in andere Sprachen übersetzt wird. Seit diesem März gibt es das Werk nun aber erstmals in deutscher Übersetzung. Im Renaissance Theater stellt Orhan Pamuk, von dem auch die Romane "Schnee" und "Das Museum der Unschuld" stammen, sein Buch vor. Der Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, wird den Abend moderieren.

Als Vorbild für "Cevdet und seine Söhne" (Hanser Verlag, 24.90 Euro) nennt Pamuk Leo Tolstois "Anna Karenina" und Thomas Manns "Buddenbrooks".

Literatur: Renaissance Theater, Knesebeckstr. 100, Charlottenburg, 29. März, 20 Uhr, Tel. 312 42 02