Kleine Entdeckungen

Architekt mit Knalleffekt

Wie sich die Zeiten ändern: Als der Berliner Architekt Gert Eckel 1970 seinen Entwurf für ein Reihenhaus-Ensemble in Zehlendorf vorlegte, lehnten sowohl Bezirk als auch Land Berlin ab. Von Verunstaltung war die Rede.

40 Jahre später wurden die acht, wie eine Kette zusammenhängenden Häuser unter Denkmalschutz gestellt - wegen ihrer herausragenden und städtebaulichen Bedeutung.

Der damals 30-jährige Eckel hatte sich die Baugenehmigung unter anderem mit energischen Auftritten bei der Senatsbaudirektion inklusive lautem Türknallen erkämpft. Als eigener Bauträger hat Eckel die Häuser Goethestraße 31 bis 33 realisiert und an Professoren der Freien Universität (FU) verkauft. Zu ihnen gehört Professor Rolf Kreibich. Der ehemalige Zukunftsforscher und Präsident der FU lobt die Differenziertheit des Baukörpers und die Möglichkeiten der Verwandlung. Vor dem Haus von FU-Professor Hermann Haarmann sorgt eine große, blaue Metallskulptur für Aufsehen: "Der blaue Mönch" ein Geschenk der Bildhauerin Nele Bode. So klein die weißen Häuser von außen wirken mögen, bieten sie im Inneren doch 180 Quadratmeter Platz, verteilt auf sieben Zimmer. Das Bonbon ist die Lage des Grundstücks: direkt am Waldsee - sozusagen mit Wasseranschluss.