Trus Top-Tipp

Nachtarbeiter

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Jochen Arbeit

Zum Anschauen: Das war eine gute Samstagnacht! Zu Beginn spielte Wolfgang Michels, legendärer deutscher Songschreiber, Rio Reiser-Spezi und seit Jahren Gastmusiker bei allen Deutschland-Auftritten von Neil Young, zur Neueröffnung von Rocksteady Records in der Zillestraße 74 in Charlottenburg auf. Und später, beim Absacker in der Bar am Lützowplatz, stand gemeinsam mit dem Hausherrn Peter Glückstein dann Jochen Arbeit an den Turntables. Der Gitarrist der Einstürzenden Neubauten, avantgardistischer Musikschaffender für Theater, Film und Performances, ist bekennender Soul-Fan. Diese eher ungewohnte Seite zeigt er noch mal, morgen Abend in der Bar am Lützowplatz mit Soul auf dem Teller.

Zum Anhören: Weil Arbeit und ich darüber sprachen, hier eine meiner liebsten Soul-Empfehlungen: Die Sessions der JB's waren Spielwiese für die inspirierten Virtuosen rund um bzw. das Kraftwerk hinter dem "Godfather of Soul" James Brown. Auf dem 1972er-Album "Food for Thought" toben sich hinreißende Solisten wie Fred Wesley, Pee Wee Ellis oder Maceo Parker aus. Meisterlich, mit schweren Grooves und messerscharfem Timing fusionieren Jazz und Soul zu treibendem Funk. Der Sound, der später Disco und sonst was werden sollte, war endgültig definiert.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei "Jochen Trus am Morgen" auf 105'5 Spreeradio