Film: Iron Doors 3D

Weggesperrt

Man soll Menschen ja nichts Böses wünschen. Auch nicht, dass sie allein in einem kahlen Raum aus Betonwänden aufwachen, nur von einer Stahltür unterbrochen, welche sich nicht öffnen lässt.

Hat man dem jungen Mark in "Iron Doors" allerdings eine Viertelstunde lang zugesehen, wächst das Verständnis für den unsichtbaren Kerkermeister: Marks Vokabular ist auf "Fuck, fuck, fuck" beschränkt, er strotzt von unkontrollierter Aggressivität und wenn man sich Jobs für ihn jenseits dieser vier Wände überlegt, fallen einem Broker oder Rausschmeißer ein. Man ist sich also gar nicht sicher, ob man die Bemühungen des Kotzbrockens, sich zu befreien, gut heißen soll - zumal das alles in "Saw" oder "Cube" schon zu sehen war, nur viel dringlicher, vorangetrieben von wahnsinnigen Mechanismen. In "Iron Doors" sind die einzigen Feinde des Eingeschlossenen sein Hunger und sein Durst, aber zum Glück gibt es ein paar Fliegen, eine tote Ratte und einen Schuh zum Auffangen seines Urins. Das mag für Mark hart sein, aber seit dem "Dschungelcamp" hält sich unser Mitgefühl da in Grenzen. Und die Maden werden durch den 3D-Effekt auch nicht ekliger.

Thriller: D 2010, 80 Min., von Stephen Manuel, mit Axel Wedekind, Rungano Nyoni

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