Film

Ein Tribut an Anna Henkel: "Lena will es endlich wissen"

Edwin Brienens neuester Spielfilm "Lena will es endlich wissen" ist eine Momentaufnahme aus dem Leben Lena Lieblings, einer 23-jährigen Schauspielerin, die verzweifelt auf der Suche nach Liebe ist.

Während ihre beste Freundin, die Prostituierte Becky, sie in die Welt der Lust und obskuren Sexpraktiken einweihen möchte, verliebt Lena sich in den Regisseur des Sartre-Stücks "Geschlossene Gesellschaft", in dem sie eine Hauptrolle spielt. Neben christlichen Fanatikern und seltsamen Sexsklaven muss sie sich noch um ihren Vater kümmern, der seine Einsamkeit mit Obsessionen, wie z.B. Ballontiere basteln, kompensiert. Nach einem künstlerisch motivierten Streit mit ihren Kollegen trifft Lena den exzentrischen Klaus, der sie zur Selbstreflexion zwingt und verwirrt zurücklässt. Der Film ist ein Tribut an Anna Henkel, die verstorbene Frau Herbert Grönemeyers, die in den siebziger Jahren im Arthouse-Klassiker "Dorotheas Rache" die Hauptrolle verkörperte - eine schwarze Komödie über freie Liebe, Träume und Illusionen.

Drama: D 2011, 89 Min., von Edwin Brienen, mit Agnieszka Rozenbajgier, Godehard Giese, Bärbel Schleker, Stella Maria Adorf, Tim Sander, Clayton Nemrow, Peter Kurth, Vivien LaFleur

9. März, 20 Uhr, Filmbühne/Volksbühne