Film: Drive Angry

Gescheitert

Es ist schon oft gesagt worden, dass das Kino mit der neuen digitalen 3D-Technik im Endeffekt zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Es wird wieder zu einer Art von Jahrmarktattraktion, die vor allem auf ganz direkte, körperliche Reaktionen seitens des Publikums spekuliert.

Dafür reicht es schon, dass ständig etwas durch die Gegend und in Richtung Kinosaal fliegt, seien es nun Auto- oder auch Körperteile. Womit wir auch schon bei der lächerlichen Idee von "Drive Angry" wären. John Milton ist aus der Hölle geflohen, um seine erst vor kurzem geborene Enkelin aus den Fängen des satanistischen Sektenführers Jonah King (Billy Burke) zu befreien. Wie sein Held, den Nicolas Cage erstaunlich stoisch und zurückgenommen spielt, macht auch Regisseur Patrick Lussier keine Gefangenen. Einen derart rabiaten Film hat es tatsächlich seit den 70ern nicht mehr gegeben. Doch trotz einiger Szenen, die mit Sicherheit in die Annalen des "Schund-Kinos" eingehen werden, erweist sich "Drive Angry" letzten Endes als gescheiterter Versuch. Gerade die Technik, der er überhaupt erst seine Existenz verdankt, wird ihm zum Verhängnis.

Action: USA 2011 108 min., von Patrick Lussier, mit Nicolas Cage, Amber Heard

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