Kleine Entdeckungen

Zum Kurzurlaub an die Panke

Spree und Havel sind Hunderte Kilometer lang und entsprechend bekannt. Aber wem fällt sofort der drittgrößte Fluss Berlins ein? Es ist die Panke aus Bernau - dort entspringt sie - mit einer Gesamtlänge von 29 Kilometern und mehr als 100 Brücken, Stegen und Überführungen.

Im 19. Jahrhundert war sie ein strudelndes Gewässer, das Abwässer aus Industrie und Gewerbe zunehmend verunreinigten. Mitte des 20. Jahrhunderts besann man sich auf Lebensqualität und so wurde das Ufer am Pankewanderweg in entzückende Parks umgestaltet. Einer der schönsten Panke-Plätze liegt am Ende der Ossietzky-Straße in Pankow. Zwischen Hügeln und Bäumen stehen viele Bänke. Radler, Jogger oder Spaziergänger haben eigene Wege. Im Sommer planschen Kinder und Hunde im Wasser. Junge Leute spielen Ball, Studenten lernen für Klausuren. Selbst im Herbst und Winter hat der Platz seinen besonderen Reiz, wenn die Blätter der Bäume sich verfärben und abfallen, das Ufer von Schnee bedeckt ist und Entenfamilien unbeirrt behäbig ihre Runden im Wasser ziehen. Gelegentlich hämmert ein Specht. Wer nun weder nach Bernau noch in den Berliner Norden fahren will, sollte Mitte ansteuern: Die Panke mündet dort direkt in die Spree, gut zu sehen am Schiffbauerdamm.