Trus Top-Tipp

Nashville-Engel

Spreeradio-Moderator Jochen Trus empfiehlt Caitlin Rose

Zum Anschauen: Wenn ein amerikanisches Mädchen im besten "Hannah Montana"-Alter Old School Country-Aufnahmen macht, ist das ungefähr so sexy wie deutsche Volksmusik. Es sei denn, das Mädchen hat etwas Besonderes und wird nicht nur in Nashville zum Darling. Als Caitlin Rose ihre EP "Dead Flowers" vorstellte und dem Stones-Klassiker, wie schon Songwriter-Genie Townes van Zandt, eine eigene, tragische, ernsthafte Facette verpasste, flogen ihr Herzen aller Altersklassen zu. Und da das Country-Genre immer gut ist für ein böses Missverständnis, lassen Sie sich vielleicht selbst davon überzeugen, wie schön und berührend diese traditionelle Musik sein kann. Am Mittwochabend im Comet Club.

Zum Anhören: Bei gutem Songwriting kommt es darauf an, Drei-Minuten-Geschichten über Liebe, Verlust, Trauer, Freundschaft oder auch alkoholisierte Teenager, die sich auf Hinterhof-Hochzeiten kennenlernen, wie ewige Wahrheiten klingen zu lassen. Das bekommt Caitlin Rose auf ihrem ersten Album "Own side now" für ihr Alter erstklassig hin. Dass sie als wichtigste Einflüsse "Flying Burrito Brother" Gram Parsons und die elfengleiche Joni Mitchell benennt, verrät, in welchem Spannungsfeld, weit weg von Redneck-Reaktionären, ihre Songs angesiedelt sind.

Weitere Tipps des beliebten Moderators bekommen Sie bei "Jochen Trus am Morgen" auf 105'5 Spreeradio