Kleine Entdeckungen

Besuch auf dem Lande

Im vergangenen Sommer gab es große Aufregung am Lichtenrader Dorfteich. Bei Reinigungsarbeiten war eine herumtreibende Kunststoffkiste gefunden worden, in der Gewehrpatronen lagerten. Die Polizei leitete ein Strafermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein.

Normalerweise geht es am Giebelpfuhl, wie der Teich auch genannt wird, recht ruhig zu. Etwas turbulenter wird es allenfalls in der Vorweihnachtszeit, wenn rundherum der Lichtermarkt stattfindet und ganz Lichtenrade auf den Beinen ist.

Still ruht hingegen der See an einem normalen Tag. "Eisfläche nicht betreten - Lebensgefahr" steht in diesen Tagen auf mehreren Schildern. Ein paar Kinder schieben vom Ufer aus Stöcke auf das verbliebene Eis, während Spaziergänger 50 Meter weiter die Enten füttern, die auf einer offenen Wasserfläche unter den alten Weiden schwimmen. Auf den zahlreichen Bänken mag derzeit niemand Platz nehmen. Etwa sechs Minuten dauert ein Spaziergang um den von Schilf und altem Baumbestand gesäumten Teich. Dieser ist nicht, wie oft behauptet wird, der größte Teich Berlins, aber möglicherweise der älteste. Im Hintergrund blickt man auf die Lichtenrader Kirche. Ein Fleckchen Berlin, an dem man sich wie auf dem Dorf und nicht wie in der Großstadt fühlt