Kleine Entdeckungen

Kunst am Keks

Es ist ein Handwerk, das nur ein Künstler beherrschen kann: Aus essbarem Teig werden Objekte hergestellt, die einen hohen Wiedererkennungswert haben. So ist es auch bei der Künstlerin Heike Jederlein, die Pinsel und Farben gegen Mürbeteig getauscht hat.

Sie schafft mit selbst gestalteten Formen kleine, essbare Kunstwerke - vom Berliner Wahrzeichen bis zum Keks gewordenen Sprichwort. So sind inzwischen zahlreiche Fernsehtürme, Wölkchen, Luftis, Wowis, Mauerbrocken, Koffer, Schnauzen und Bären entstanden. Diese werden liebevoll in einem ebenfalls von der Künstlerin selbst entworfenen Koffer verpackt, der wie ein Fundstück vom Dachboden aussieht.

Wie die Kunstkekse entstehen, kann man im Atelier Cacao an der Linienstraße 130 in Mitte bewundern. Große Fensterfronten bieten interessante Einblicke in den Produktionsablauf. Jedes der fünf bis zehn Zentimeter großen Objekte wird dort einzeln ausgestochen und sorgfältig verziert. Wer nun Lust bekommen hat, selbst kreativ tätig zu sein, dem sei ein Tipp der "Keksqueen" ans Herz gelegt: Den Mürbeteig am besten mit Ausrollschienen etwa fünf Millimeter dick ausrollen, anschließend ausstechen und backen. So sehen die Kekse am Ende schön gleichmäßig aus.