Unter 20 Euro

Schöner Neubeginn im Alt-Berliner Traditionslokal

Ein Name mit Tradition verpflichtet. Und wer an der Wilmersdorfer Straße an der Fassade hinauf blickt, kann einen solchen Namen lesen. "Wilhelm Hoeck" steht dort in goldenen Lettern. Gegründet 1892. Hoeck eröffnete an diesem Ort eine Wein- und Sekthandlung.

Schon bald folgte neben einer Großdestillation und Likörfabrikation auch eine Probierstube. Die im Krieg ausgebombte Destille war über Jahrzehnte hinweg Restaurant, und die Probierstube eine stadtbekannte Kneipe.

Mit dem neuen Pächter kam 2010 der große Wandel. Er hat die Tradition des Hauses bewahrt, aber viel frischen Wind in Küche und Restaurant gebracht. Erst im Oktober hat er das neu ausgebaute und umgestaltete Restaurant eröffnet. Ergebnis: Moderne trifft Tradition. Auch die Speisekarte wurde aufgefrischt. Entstanden ist ein junges, phantasievolles Angebot, basierend auf der Tradition des Hauses, der deutschen Küche. Verwendet werden ausschließlich frische, regionale Produkte der Saison. Klöße, Knödel und Nudeln sind hausgemacht. Wild, Fleisch und Fisch stammen aus dem Umland.

Die Tafelspitzsülze mit Kürbismarmelade, Bratkartoffeln und Salat (8,60 Euro) war ausgezeichnet. Mit der Kartoffel-Lauchcreme (3,69 Euro) auch sättigend. Von Montag bis Sonnabend gibt es täglich wechselnd ein Tagesgericht (12 bis 17 Uhr) und ein Abendgericht (ab 18 Uhr). Etwa Königsberger Klopse mit Kapernsoße (7,20 Euro), Falscher Hase (6,80 Euro) und Spanferkel mit Schwarzbiersoße, Klößen und Sauerkraut (13,80 Euro). Auf der Karte dominieren Gerichte, die sich der Großstadtsingle mit mäßigen Kochkenntnissen nicht unbedingt selber macht, zum Beispiel gebratene Rixdorfer Blutwurst mit karamellisierten Äpfeln (9,80 Euro), Brathering (8,20 Euro), Wildschweingulasch (13,40 Euro) oder Senfeier mit Stampfkartoffeln (6,90 Euro).

Wilhelm Hoeck Wilmersdorfer Straße 149, Charlottenburg, Mo.-Sbd., ab 11 Uhr, Tel. 341 81 74

Bewertung

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