Kleine Entdeckungen

Kleiner Friedhof im Bürgerpark

Berlin bietet bekanntermaßen viel Natur. In jedem Stadtteil gibt es mindestens einen Park. Was viele nicht wissen: Berlin hat auch insgesamt 228 Friedhöfe.

Einer davon ist der erste Gemeindefriedhof Pankow, der von 1841 an genutzt worden war, vor 24 Jahren allerdings zum letzten Male als neue Grabstätte diente. Mit der Zeit ist aus dem einstigen Ort der Trauer und des Abschieds ein verträumtes Plätzchen für Ruhesuchende und Hobby-Kiez-Historiker geworden. Schöne, große, alte Bäume stehen schützend in den Reihen, und auch wilde Pflanzen finden dort genug Fläche, um sich auszubreiten. Die Grabsteine und Denkmäler sind von Efeu umrankt. Die goldfarbenen Namens-Gravierungen und aufwendigen Verzierungen sind kleine Meisterwerke vergangener Tage. Hier liegt Geschichte begraben - und natürlich ein Stück Pankow.

Der kleine Friedhof gehört zum Bürgerpark. Das imposante Relikt hat sich zu einem der Lieblingsorte der Pankower Anwohner entwickelt. Ein Bergziegen-Gehege und die sogenannten "Pankower Drillinge", die aus einem Kiosk, einer Pergola sowie einer Begrenzungsmauer bestehen, runden diese kleine aber wahrhaft stimmungsvolle Parkanlage ab, die in der Stadt ihresgleichen sucht.