Außenpolitik

NSA-Spionage gegen Frankreichs Präsidenten sorgt für Empörung

Die jüngsten Wikileaks-Berichte über US-Spionageaktionen gegen die französische Staatsführung haben in Paris scharfe Kritik ausgelöst.

Präsident François Hollande ließ am Mittwoch erklären, ein solches Vorgehen sei inakzeptabel. Frankreich toleriere keine Bedrohung seiner Sicherheit und Interessen. Hollande berief eine Krisensitzung ein. Nach Angaben der Enthüllungsplattform Wikileaks spionierte der US-Geheimdienst NSA Hollande und seine Vorgänger Jacques Chirac und Nicolas Sarkozy aus. Frankreichs Premierminister Manuel Valls sprach von einem schweren Vertrauensbruch. „Diese Praktiken sind anormal zwischen demokratischen Staaten, die seit langer Zeit Verbündete sind“, sagte er am Mittwoch in Paris.