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Haftbefehl: Berlin entschuldigt sich nicht bei TV-Journalist Mansur ++ Beziehungen: Bundestagspräsident spricht im israelischen Parlament ++ Arbeitszeit: Drei Millionen Beschäftigte wollen mehr arbeiten ++ In eigener Sache: Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Berlin entschuldigt sich nicht bei TV-Journalist Mansur

Die Bundesregierung hat nach der vorübergehenden Festnahme des arabischen TV-Journalisten Ahmed Mansur in Berlin ihr Bedauern über die Affäre geäußert. Zugleich wollen das Auswärtige Amt und das Justizministerium die internen Prüfregeln ändern, damit sich ein solcher Fall nicht wiederholt. Auf eine Entschuldigung gegenüber dem Star-Interviewer des Nachrichtensenders al-Dschasira verzichtete die Bundesregierung am Mittwoch jedoch. Der 52-Jährige war am Sonnabend am Flughafen Berlin-Tegel auf Grundlage eines umstrittenen ägyptischen Haftbefehls festgenommen worden.

Bundestagspräsident spricht im israelischen Parlament

In einer Rede hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) vor dem israelischen Parlament den Kampf Deutschlands gegen Antisemitismus bekräftigt. „Wo immer er auftritt, ist er nicht akzeptabel; in Deutschland ist er unerträglich“, sagte Lammert, der 50 Jahre nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern am Mittwoch vor der Knesset sprach. Zugleich trat er deutlich für einen Palästinenserstaat ein. Es gebe „eine israelische Mitverantwortung“. Es sei in Deutschland politischer Konsens, dass nur die Zweistaatenlösung eine „dauerhafte Befriedung der ganzen Region garantiert“.

Drei Millionen Beschäftigte wollen mehr arbeiten

Rund 2,9 Millionen Beschäftigte in Deutschland würden gern mehr arbeiten. Das geht aus einer Erhebung hervor, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden vorstellte. 915.000 Erwerbstätige wünschten sich demnach 2014 kürzere Arbeitszeiten. Der DGB fordert deshalb von den Unternehmen, mehr auf die Wunscharbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer einzugehen. Vor allem Frauen in geringfügiger Beschäftigung und in Teilzeit wollten ihre Arbeitszeit aufstocken, erklärte der DGB. Vollzeitbeschäftigte Männer würden ihre Stundenzahl lieber reduzieren.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wegen des Berlin-Besuchs der Queen finden Sie die Meinungsseite in der heutigen Ausgabe auf der Seite 6.

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