Medizin

Gefährliche Keime: Frühchenstation der Charité geschlossen

An der Berliner Charité gibt es nach 2012 erneut Fälle von Darmkeiminfektionen bei Babys.

Betroffen ist die Station am Campus Virchow-Klinikum in Wedding. Auf der dortigen Neugeborenenintensivstation werden inzwischen keine weiteren Frühgeborenen mehr aufgenommen, sie müssten an anderen Standorten und Krankenhäusern untergebracht werden. Das teilte das Klinikum am Donnerstag mit. Erste Fälle gab es bereits am 13. April, den letzten am 23. Mai, wie der stellvertretende Leiter der Klinik für Neonatologie, Christof Dame, sagte. Es gebe „konsequente Barrieren“, um die insgesamt acht anderen Kinder auf der Station zu schützen, erklärte Dame. Der Zustand der betroffenen Kinder sei „trotz ihres insgesamt sehr hohen Risikos“ stabil. Drei der Kinder hatten sich mit dem Keim infiziert und Lungenentzündungen bekommen, bei einem weiteren war es zu einer örtlichen Entzündung am Auge gekommen.