Expo

Eine Mahlzeit für alle

Es war ein Wettlauf gegen die Zeit. Doch trotz Bauverzögerungen hat die Weltausstellung Expo in Mailand – begleitet von Protesten – nun offiziell begonnen.

145 Länder nehmen an der Ausstellung teil. „Viele haben nicht daran geglaubt, aber jetzt ist es Realität“, sagte Italiens Regierungschef Matteo Renzi, der die Ausstellung zum Thema Ernährung am Freitag eröffnete. Sie dreht sich um die Frage, wie in Zukunft alle Menschen, derzeit sind es rund sieben Milliarden, ernährt werden können. Papst Franziskus erinnerte in einer Videobotschaft an die hungernden Menschen. Die Schau sei in gewisser Hinsicht selbst Teil eines „Paradoxes des Überflusses“, wenn sie der „Kultur des Überflusses, des Wegwerfens“ gehorche und nicht zu nachhaltiger Entwicklung beitrage, sagte er.

Der deutsche Expo-Pavillon ist einer der größten, die Organisatoren erwarten etwa drei Millionen Besucher. Ihnen sollen neue Ansätze zu nachhaltiger Ernährung präsentiert werden, auch deutsche Spezialitäten werden angeboten.

In den letzten Minuten vor der Eröffnung wurde an vielen Pavillons noch gewerkelt und gebaut. „Wir hoffen, dass die Menschen von der Schönheit angezogen werden und sich nicht in den wenigen Dingen verlieren, die noch erledigt werden müssen“, sagte Expo-Chef Giuseppe Sala.